64 Teams? Diskussion um XXL-WM wächst

Neue Pläne der Fifa sorgen für Debatten

Die Diskussion über die Zukunft der Fußball-Weltmeisterschaft nimmt weiter Fahrt auf. Für das Jubiläumsturnier 2030 wird innerhalb der Fifa eine Erweiterung auf 64 Teilnehmer geprüft. Damit würde das Teilnehmerfeld im Vergleich zu den Weltmeisterschaften zwischen 1998 und 2022 verdoppelt.

Fifa-Präsident Gianni Infantino bestätigte den aktuellen Stand mit den Worten, der Vorschlag werde „definitiv geprüft und in den zuständigen Gremien diskutiert“.

Südamerika macht Druck auf die Fifa

Ein wichtiger Befürworter der Idee ist Alejandro Domínguez, Präsident des südamerikanischen Verbandes Conmebol.

Er schrieb: „Die nächste WM kommt nach Hause! 2030 wird die Weltmeisterschaft nach Uruguay, Argentinien und Paraguay kommen. Sie wird eine großartige Gelegenheit für den Fußball sein, das 100-jährige Jubiläum der Weltmeisterschaft mit einem Turnier mit 64 Mannschaften zu feiern.“

Diese Äußerung wird als deutliches Signal gewertet, dass Südamerika hinter den Kulissen auf eine weitere Vergrößerung drängt.

Bereits jetzt wird die WM riesig

Auch ohne zusätzliche Teilnehmer wird die Weltmeisterschaft 2030 neue Maßstäbe setzen. Die Begegnungen werden auf drei Kontinenten und in sechs Ländern ausgetragen.

Die Eröffnung erfolgt in Uruguay, Argentinien und Paraguay, bevor das Turnier hauptsächlich in Spanien, Portugal und Marokko fortgesetzt wird.

Eine Erweiterung auf 64 Mannschaften würde den organisatorischen Aufwand nochmals erheblich erhöhen.

Unterschiedliche Ansichten über die Zukunft

Die Fifa betrachtet größere Teilnehmerfelder als Chance für den internationalen Fußball. Gianni Infantino betonte: „Jede Nation sollte davon träumen dürfen, an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen.“

Nach seiner Auffassung verbessert sich das Niveau der Nationalmannschaften weltweit kontinuierlich.

Viele Fans sehen die Entwicklung jedoch kritisch. Sie befürchten, dass der Wettbewerb durch immer mehr Teilnehmer an Attraktivität verliert und wirtschaftliche Interessen stärker in den Vordergrund rücken.

Auch Carlos Queiroz fand deutliche Worte und bezeichnete die Erweiterung als „gewöhnlich und vulgär“.

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