Geschäft wächst, Börse straft dennoch ab
Auf den ersten Blick präsentierte Adidas solide Geschäftszahlen. Der Umsatz legte im Quartal um 14 Prozent zu, während das operative Ergebnis auf 574 Millionen Euro stieg. Dennoch verlor die Aktie zeitweise rund 18 Prozent an Wert.
Der Grund dafür liegt in den hohen Erwartungen der Investoren. Diese hatten mit einem deutlich besseren operativen Ergebnis gerechnet.

Gewinnziel bleibt unverändert
Neben den schwächeren Ergebnissen sorgte vor allem der unveränderte Jahresausblick für Ernüchterung. Viele Marktteilnehmer hatten gehofft, dass Adidas nach dem Umsatzwachstum seine Gewinnprognose erhöhen würde.
Stattdessen beließ das Unternehmen seine Ziele unverändert und verwies darauf, dass mögliche Erstattungen von US-Zöllen bisher nicht einkalkuliert seien.
Puma könnte ebenfalls in den Fokus rücken
Der starke Kursrückgang bei Adidas dürfte auch den Blick vieler Anleger auf den Wettbewerber Puma richten. Beide Unternehmen werden häufig miteinander verglichen, da sie in denselben Märkten aktiv sind und ähnliche wirtschaftliche Einflüsse zu bewältigen haben.
Ob sich die negative Kursentwicklung auf andere Sportartikelhersteller ausweitet, wird sich in den kommenden Handelstagen zeigen.
Historischer Kurseinbruch
Mit dem zeitweisen Minus von rund 18 Prozent steuert die Adidas-Aktie auf ihren größten prozentualen Tagesverlust seit Beginn der Aufzeichnungen zu. Damit gehört sie zu den auffälligsten Verlierern des Handelstages.